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Glossar

Medizinische und trainingswissenschaftliche Begriffe helfen, Trainingsprinzipien präzise zu beschreiben.
Dieses Glossar soll sie verständlich machen und bei Bedarf eine einfache Merkhilfe geben.


Hyperämie („Pump“)

Vermehrte Durchblutung eines Muskels während oder nach Belastung.
Der Muskel fühlt sich warm, gespannt und „aufgepumpt“ an.

Wortherkunft:
griechisch hyper = übermässig
griechisch haima = Blut

→ „zu viel Blut“

Einfach gesagt: Mehr Blut im Muskel = mehr Druckgefühl.


Hypertrophie

Vergrösserung des Muskelquerschnitts durch Training.
Die Muskelfasern werden dicker – nicht zahlreicher.

Wortherkunft:
griechisch hyper = übermässig
griechisch trophé = Ernährung, Wachstum

→ „übermässiges Wachstum“

Merksatz:
Hypertrophie = Muskel wird dicker.


Maximalkraft

Die grösstmögliche Kraft, die ein Muskel bei einer einzelnen Bewegung entwickeln kann.

Sie hängt nicht nur von der Muskelmasse ab, sondern auch davon, wie effizient das Nervensystem die Muskelfasern aktiviert.


Exzentrische Bewegung

Der Muskel arbeitet, während er länger wird.

Beispiel:
Beim langsamen Abrollen am TURNTILLBURN arbeiten die Fingerbeuger exzentrisch.

Wortherkunft:
lateinisch ex = heraus
griechisch kentron = Mittelpunkt

→ „vom Mittelpunkt weg“

Merksatz:
Exzentrisch = bremsend.


Konzentrische Bewegung

Der Muskel arbeitet, während er sich verkürzt.

Beispiel:
Beim Einrollen am TURNTILLBURN arbeiten die Fingerbeuger konzentrisch.

Wortherkunft:
lateinisch con = zusammen
griechisch kentron = Mittelpunkt

→ „zum Mittelpunkt hin“

Merksatz:
Konzentrisch = zusammenziehen.


Plyometrisches Training

Explosives Training mit sehr schnellen, reaktiven Bewegungen.
Eine schnelle Dehnbewegung wird unmittelbar in eine kraftvolle Gegenbewegung umgewandelt.

Beispiel:
Sprunghafter Wechsel der Hände zwischen den Drehrohren.

Wortherkunft:
griechisch pleion = mehr
griechisch metron = Mass

→ „mehr Leistung“

Einfach gesagt:
Plyometrisch = explosiv und schnell.


Pronation

Drehung der Hand, sodass der Handrücken nach oben oder nach vorne zeigt.

Wortherkunft:
lateinisch pronare = nach vorne beugen

Merkhilfe:

Pronation = Brotschneiden Beim Brotschneiden ist die haltende Hand proniert – der Handrücken zeigt nach oben.


Supination

Drehung der Hand, sodass die Handinnenfläche nach oben zeigt.

Wortherkunft:
lateinisch supinus = rückwärts / nach oben gerichtet

Merkhilfe:
Supination = Suppe halten.
Handfläche zeigt nach oben, damit nichts verschüttet wird.


Symmetrisches Training

Beide Hände bewegen sich gleichzeitig in die gleiche Richtung.


Asymmetrisches Training

Eine Hand bewegt sich konzentrisch, während die andere exzentrisch arbeitet – alternierend.

Wortherkunft:
griechisch a- = ohne
griechisch symmetria = Gleichmass

→ „ohne Gleichmass“


Intramuskuläre Koordination

Fähigkeit des Nervensystems, möglichst viele Muskelfasern gleichzeitig zu aktivieren.

Wortherkunft:
lateinisch intra = innerhalb
lateinisch musculus = Muskel
lateinisch coordinare = ordnen

→ „Zusammenordnung innerhalb des Muskels“


Repetition (Wiederholung)

Eine vollständige Ein- und Ausrollbewegung.

Wortherkunft:
lateinisch repetere = wiederholen


Serie (Set)

Mehrere Wiederholungen hintereinander ohne längere Pause.


Ausdauertraining (aerobe Kapazität)

Training mit niedriger bis mittlerer Belastung über viele Wiederholungen.

Wortherkunft:
griechisch aer = Luft
griechisch bios = Leben

→ Energiegewinnung unter Sauerstoffverbrauch


Progressiver Trainingsreiz

Der Widerstand wird schrittweise erhöht, sobald sich der Körper angepasst hat.

Wortherkunft:
lateinisch progressio = Fortschreiten